Luftbildfotografie
Industriefotografie
Hubert Harst
Copyright 1999 - 2020 Hubert Harst

Größtes Foto misst 16 Quadratmeter

Von einem Termin bringt Hubert Harst bis zu 100 Filme mit heim

Diese Luftaufnahme der Wittener Stadtmitte stammt aus dem Jahre 1927. Sie ist von einem Zeppelin aus gemacht worden. (Foto: KVR)

Diese Luftaufnahme der Wittener Stadtmitte stammt aus dem Jahre 1927. Sie ist von einem Zeppelin aus gemacht worden. (Foto: KVR)

Hubert Harst diente sie als Vorlage für sein zeitgenössisches Luftbild vom Wittener Rathaus. Beide Aufnahmen sind in den Band "Zeitkontraste" des Kommunalverbandes Ruhrgebiet (KVR) aufgenommen worden. (Foto: Hubert Harst)

Hubert Harst diente sie als Vorlage für sein zeitgenössisches Luftbild vom Wittener Rathaus. Beide Aufnahmen sind in den Band "Zeitkontraste" des Kommunalverbandes Ruhrgebiet (KVR) aufgenommen worden. (Foto: Hubert Harst)

Auch heute noch kommt die altertümlich wirkende Großbildkamera zum Einsatz. Die Detailgenauigkeit ihrer 13 mal 18 Zentimeter großen Negative ist unerreicht. Mit einem noch mächtigerem Exemplar hat Hubert Harst sein bisher größtes Bild geschossen. Es bedeckt eine Wand von 16 Quadratmetern und zeigt ein Autobahnkreuz. (Foto: Thomas Strehl)

Auch heute noch kommt die altertümlich wirkende Großbildkamera zum Einsatz. Die Detailgenauigkeit ihrer 13 mal 18 Zentimeter großen Negative ist unerreicht. Mit einem noch mächtigerem Exemplar hat Hubert Harst sein bisher größtes Bild geschossen. Es bedeckt eine Wand von 16 Quadratmetern und zeigt ein Autobahnkreuz. (Foto: Thomas Strehl)

Das hätte die Frau Mama sicher nicht geahnt, daß sie mit einer Kamera als Geschenk zum 12. Geburtstag den Grundstein für die berufliche Karriere ihres Sohnes Hubert Harst legen sollte.

Hubert Harst jedenfalls freute sich riesig über sein Geschenk und begann auch gleich jede Menge Bilder zu schießen. Und als dann der Tag kam, eine Lehre zu machen, suchte sich der Wittener als Tiefdruckretuscheur

Artverwandt

einen artverwandten Beruf. Trotzdem ließ ihn die Fotografie nicht los. Eher zufällig kam Hubert Harst dann zu einer Ausbildung zum Fotografen. Es ging nämlich zur Bundeswehr und da war tatsächlich ein Plätzchen frei. Dort hat der Wittener auch den ersten Kontakt mit Luftbildaufnahmen gehabt.

„Gemacht habe ich da noch keine, aber ich musste Luftbilder bearbeiten,“

erzählt er heute. Später half der Zufall etwas nach:

„Über einen Freund kam ich an einen Job als Fotograf bei einer Baufirma,“

weiß Hubert Harst noch. Und dabei blieb es erst einmal.

1968 ging es das erste Mal in die Luft. Und seitdem habe ich viele Stunden in der Luft verbracht. Angst vorm Fliegen hatte der Ruhrstädter nie. Im Gegenteil.

Hubert Harst ist inzwischen zu einem richtigen Flugfan geworden:

„Bis auf die Concorde und die Phantom habe ich eigentlich alles durch.“

Und sein Traum:

„Einmal mit einem ,Zeppelin fahren.“

Allerdings waren Luftbildaufnahmen von Städten, Großbaustellen und Autobahnkreuzen nicht die einzige Aufgabe des Hobbyfliegers. Als Industriefotograf reiste Hubert Harst auch ordentlich durch die Welt. Saudi-Arabien, Persien oder Spanien sind nur ein paar Einsatzgebiete. Von einem solchen Termin, wo meist Fotos für Firmenbroschüren gemacht werden, kommt der Fachmann nicht selten mit 80 bis 100 Filmen wieder. Dazu hat Hubert Harst eine richtige Sammlung von Kameras. Für jeden Zweck eine. Und die privaten Bilder? Sind mittlerweile kaum noch zu zählen, denn die Kamera geht fast immer mit.

Sein größtes Foto misst übrigens 16 Quadratmeter. Darauf zu sehen ist das Recklinghausener Autobahnkreuz.

Selbstständig

Heute ist der Industrie- und Luftbildfotograf selbständig. Manchmal reist er noch durch die Welt, meist tummelt er sich aber in der Gegend und lichtet Gebäude, Baustellen oder Produktionsabläufe ab.

Und auch nach all den Jahren ist bei Hubert Harst von Langeweile keine Spur. Baufotos können durchaus auch schön sein und architektonisch interessante Bauten machen auch richtig Spaß.